Die PMP Zertifizierung erfolgreich bestehen

ūüĎč Sch√∂n, dass Du hier bist! Bitte beachte, dass dieser Artikel bereits einige Jahre auf seinem Buckel hat. Seitdem haben sich nicht nur die Welt, sondern auch meine Wissensl√ľcken, Erfahrungen und Ansichten ge√§ndert. Dennoch stehe ich hinter den Aussagen, die ich damals get√§tigt habe. Selbst dann, wenn ich sie mittlerweile anders t√§tigen w√ľrde. Bitte behalte dies beim Lesen im Hinterkopf. Danke. Und viel Vergn√ľgen!

Welche Kurse gut sind und welche Tipps es gibt (ganz ohne Werbung, versprochen!).

Lernen f√ľr die PMP-Zertifizierung

Leere Versprechungen #

Das Internet ist voll von Blogartikeln, die uns versprechen, uns beim Bestehen der PMP¬©-Zertifizierung zu helfen. Und im Endeffekt wollen sie uns fast alle nur Vorbereitungskurse und Testfragen verkaufen. Und also sitzen wir da und wissen nicht, was wir machen sollen. Wer bringt uns alles bei, was wir f√ľr die PMP¬©-Pr√ľfung wissen m√ľssen? Cornelius Fichtner mit seinem PM PrepCast? Rita Mulcahy mit ihrer PMP¬© Exam Prep? Joseph Phillips mit seinen Videokursen? Ganz jemand anderes? Ich hab mir die verbreitetsten Vorbereitungskurse f√ľr Euch angeschaut. Und ich werde Euch erz√§hlen, was mir geholfen hat, den PMP¬© zu machen (und nein, ich verwende keine Affiliate-Links oder Coupons oder Werbung - ich will Euch einfach weiterhelfen). Aber zuerst mal die Grundlage:

Was ist die PMP¬©-Zertifizierung √ľberhaupt? #

A long story short: der Project Management Professional ist eine Projektmanagementzertifizierung. Herausgegeben wird sie vom PMI¬©, dem Project Management Institute. Das ist der weltweit gr√∂√üte Fachverband f√ľr Projektmanagement mit √ľber 500.000 Mitgliedern in 208 L√§ndern (die IPMA ist daf√ľr der √§lteste Fachverband, jedem das seine sozusagen).

Das PMI¬© gibt den Project Management Body of Knowledge (PMBOK¬©) heraus. Das ist eine Sammlung von Best Practices, wie wir Projekte bestm√∂glich abwickeln k√∂nnen. √Ąhnlich also wie die IPMA-Level oder PRINCE 2. PMBOK ist sehr prozessbezogen. In meinen Augen macht das durchaus Sinn, wenn man Projektmanagement als quasi Unterkategorie des Prozessmanagements betrachtet.
Und √ľber die Inhalte dieses PMBOK¬© kann ich mich also zertifizieren lassen. Anders als bei anderen Zertifizierungen, muss ich f√ľr den PMP bereits Projekterfahrung haben und auch belegen k√∂nnen. Mehr Information dazu findet Ihr auf pmi.org.

Fragen √ľber Fragen #

Ist der PMP¬© also die beste Zertifizierung f√ľr mich? Die anerkannteste ist sie auf jeden Fall. Das liegt sicher auch daran, dass PMBOK¬© unter anderem als ANSI-Standard anerkannt ist. Das h√§ngt aber stark davon ab, was a) in meinem Bereich verbreitet ist und vor allem b), wie ich Projektmanagement interpretiere. Beziehungsweise interpretieren m√∂chte. Der Prozessansatz ist sicher nicht f√ľr jedermann (und PMBOK¬© hat auch seine Kritiker, vor allem, wenn es um Critical Chain und Continous Integration geht). F√ľr mich ist er allerdings der strukturierteste Zugang, um die Komplexit√§t eines Projektumfeldes greifbar zu machen.

Wenn Ihr Euch daf√ľr entscheidet, die PMP¬©-Zertifizierung zu machen, solltet Ihr Euch meiner Meinung nach √ľber ein paar Dinge im Klaren sein. Lasst uns aber zuvor √ľber die Vorbereitungskurse reden.

Die PMP-Zertifizierung schaffen

Vom Sand und vom Meer #

Anbieter f√ľr Kurse gibt es viele. Klar, eine Zertifizierung, die viel Geld kostet, zu der nur dreimal angetreten werden darf und die als kn√ľppelhart gilt, l√∂st Angstzust√§nde aus. Und da wird dann gerne und viel Geld ausgegeben. Lasst uns also mal die drei bekanntesten Anbieter unter die Lupe nehmen.

Der Klassiker: Rita #

Rita Mulcahy's PMP¬© Exam Prep, liebevoll auch einfach nur Rita genannt. Quasi der Standard unter den Vorbereitungsunterlagen. Ein Buch mit gef√ľhlt 1000 Seiten, gr√∂√üer als DIN A4 und schwerer als ein Elefant. Seiten √ľber Seiten voll mit geballtem Wissen. Rita Mulcahy - die leider viel zu fr√ľh von uns gegangen ist - war eine au√üerordentliche Projektmanagerin. Das merkt man bei der Strukturierung des Buches. Hier war eine Person am Werke, die verstanden hat, wie PMBOK¬© so tickt. Und vor allem der Teil √ľber Risk Management ist richtig gut.

Was mir auff√§llt: hier geht es um old school-Projektmanagement. Riesen Projekte, pr√§diktiv geplant. Ersteres macht Sinn, gehen doch die meisten Pr√ľfungsfragen bei der Zertifizierung davon aus, dass Eure Projekte richtig gro√üe Flieger sind. Agilit√§t kommt in der aktuellen Version von Rita's Guide (9th Edition) allerdings wenig vor. Da ist der PMBOK¬© schon weiter.

Rita Mulcahy und ihre Co-Autoren haben einen sehr eigenen Stil. Sehr direkt, sehr strukturiert, sehr prozesslastig. Und sie haben eine konkrete Vorstellung, wie man sich am besten auf die Pr√ľfung vorbereitet. Wer strenge Strukturen mag, der f√§hrt mit Rita's Guide sicher gut. Wem das hingegen zu herb und zu trocken vorkommt, sollte sich nach Erg√§nzungen umschauen. Aber zumindest als Basis ist dieser Vorbereitungskurs aufgrund seiner Kompaktheit in meinen Augen sehr gut geeignet. Vor allem, da auch die √úbungsfragen den Stil der echten Pr√ľfungsfragen recht gut wiedergeben.

Die Budget-Variante: PM-Prepcast #

Cornelius Fichtner ist ein schweizer Projektmanager, den es in die USA verschlagen hat. Dort hat er irgendwann begonnen, einen Podcast zum Thema "PMP¬©-Zertifizierung" namens Project Management Prepcast zu machen. Und der wurde ein riesen Erfolg. Also hat er aus dem Podcast einen Video-Vorbereitungskurs gemacht, den er nun √ľber das Internet vertreibt.

Die St√§rke sind sicher die 35 Kontaktstunden, die man durch den Kurs erwirbt und die man vorweisen muss, um die Zertifizierung ablegen zu d√ľrfen. Die Testfragen pr√ľfen eher Inhaltliches ab. Der echte Test hat mehr Situationsfragen. Daf√ľr ist der Kurs recht g√ľnstig im Vergleich. Und der PM-Prepcast hat ein Forum, in dem Fragen schnell und kompetent beantwortet werden.

Der Motivator: Joseph Phillips #

Joseph Phillips ist ein netter Herr mit Glatze, der viel l√§chelt und langsam spricht. Das soll allerdings nicht dar√ľber hinwegt√§uschen, dass er richtig gut √ľber modernes Projektmanagement Bescheid wei√ü und das auch eing√§ngig erkl√§ren kann. Wer also - wie ich - eher auf der ungeduldigen Seite unterwegs ist, kann einfach die Abspielgeschwindigkeit der Videos auf 1.25- oder 1.5-fache Geschwindigkeit stellen.

Der Kurs orientiert sich eng am PMBOK¬©-Guide. Joseph Phillips nimmt sich aber auch Zeit, um auf die Soft Skills einzugehen, die wir als Projektarbeiter so ben√∂tigen. Und damit bereitet er in meinen Augen sehr gut auf die Situationsfragen vor, auf die Ihr beim Test sto√üen werdet. Und der Kerl ist ein wahnsinnig guter Motivator! Da k√∂nnen wir uns alle f√ľr unseren Berufsalltag was abschauen.

Joseph Phillips ist auch auf Plattformen wie z.B. Udemy zu finden. Gerade die haben immer wieder Aktionen, da kann man also manchmal ein echtes Schn√§ppchen machen und den Vorbereitungskurs wesentlich g√ľnstiger erwerben, als er offiziell angeboten wird.

Tipps und Tricks f√ľr die PMP-Zertifizierung

Meine Learnings und Tipps #

F√ľr mich waren (stellenweise im Nachhinein) ein paar Punkte wesentlich, um die PMP¬©-Zertifizierung zu bestehen.

Vielen Dank f√ľr Deine Zeit! Du kannst den Artikel gerne teilen. Und ich freue mich immer, von Euch zu lesen. Bilder von Raj Eiamworakul, Roman Mager, und Vasily Koloda auf Unsplash.

‚Üź Vorheriger Artikel: Ein Pl√§doyer f√ľr die Ver√§nderung
→ Nächster Artikel: Die dunkle Seite der Agilität

Veröffentlicht am